Ich möchte kurzfristig vom Ziel meines Blogs abweichen und in diesem Artikel nicht über die Personenschutzausbildung an sich schreiben. Denn ich bin auf einen interessanten Beitrag zum Thema Stalking gestoßen, der es wert ist hier Erwähnung zu finden. Schließlich geht es beim Stalking ja auch irgendwie um Personenschutz.
Stalking ist ein brandaktuelles Thema und passiert mehr Menschen, als man gemeinhin glaubt. Jeder Bürger kann ein Stalking-Opfer werden. Es kann der Nachbar, ein Kollege, ein Ex-Mann oder jemand sein, dem man zufällig mal begegnet ist. Stalker sind überwiegend männlich und die Stalking-Opfer lt. o.g. Artikel zu über 80% Frauen.
Nicht jeder oder jede Betroffene kann sich Personenschutz leisten. Das ist sicher den Prominenten Menschen vorbehalten. Deshalb gibt es an dieser Stelle eine Auflistung von Tipps und Verhaltensweisen, die nützlich sind, wenn einem ein Stalker das Leben schwer macht. Manche Hinweise scheinen trivial, doch wer sich von einem Stalker bedroht fühlt, ist vielleicht nicht mehr rational genug, um auf wirksame Gegenmaßnahmen von selbst zu kommen:
- Bei einer akuten Bedrohung (z. B. wenn der Stalker Sie verfolgt, in Ihre Wohnung eindringt oder gar ein Angriff bevorsteht) alarmieren Sie die Polizei über den Notruf 110.
- Verfolgt Sie ein Stalker im Auto, fahren Sie zur nächsten Polizeidienststelle.
- Machen Sie dem Stalker sofort und unmissverständlich klar, dass Sie keinerlei Kontakt mehr wünschen. Bleiben Sie konsequent!
- Öffentlichkeit kann Sie schützen: Informieren Sie Ihr gesamtes Umfeld (z. B. Ihre Familie, Freunde, Arbeitskollegen und Nachbarn), wenn Sie Opfer eines Stalkers geworden sind.
- Dokumentieren Sie alles, was der Stalker schickt, mitteilt oder unternimmt in einem Kalender, damit Sie, falls erforderlich, Fakten und Beweismittel haben.
- Persönliche Daten gehören nicht in den Hausmüll! Gehen Sie sorgsam mit Unterlagen um, auf denen sich Ihre persönlichen Daten befinden (z. B. Briefpost, Katalogsendungen, Werbebroschüren, Zeitschriften-Abonnements).
- Lassen Sie sich bei Telefonterror und anderen Stalking- Handlungen, z. B. via PC (sog. Cyber-Stalking), über technische Schutzmöglichkeiten (geheime Rufnummern, Fangschaltung, Anrufbeantworter, Handy, Zweitanschlüsse, E-Mail-Adresse etc.) beraten.
- Wenden Sie sich an eine Einrichtung, die Opfern hilft.
- Teilen Sie Personen Ihres Vertrauens Ihre Sorgen und Ängste mit. Scheuen Sie sich nicht, bei Gesundheitsproblemen ärztliche und/oder psychotherapeutische Hilfseinrichtungen aufzusuchen.
- Es hilft, Anzeige bei der Polizei zu erstatten! Von wenigen Ausnahmen abgesehen, hat sich gezeigt, dass vor allem schnelles und konsequentes Einschreiten der Polizei gegen den Stalker Wirkung zeigt und die Belästigungen nach einer Anzeige häufig aufhören.
- Um sich vor Stalking zu schützen, können Sie beim Amtsgericht eine „Einstweilige Verfügung/Schutzanordnung“ nach dem Gewaltschutzgesetz beantragen.
Von einem Stalker kann eine große Gefahr ausgehen. Abgesehen davon, dass der psychische Druck auf das Stalking Opfer bis hin zu Depressionen und Angstzuständen führen kann, kann das Stalking-Opfer unter Umständen auch durch einen drohenden tätlichen Angriff gefährdet sein. In jedem Fall sollte man als Stalking-Opfer aber auch als Unbeteiligter im Umfeld eines Stalking-Opfers geeignete Maßnahmen rechtzeitig einleiten.



[...] 15, 2010 von Anton Ein Blogger hat gerade einen Artikel zum Thema Stalking veröffentlicht. Das ist wirklich ein schwieriges Thema. Hier sind wir, wenn es Prominente [...]